Hans in Luck

Installation view Hans in Luck

"Hans in Luck" (German: Hans im Glück) is a fairy tale of Germanic origin, recorded by the Brothers Grimm. 

The installation "Hans in Luck" shows slides found on the fleemarket in Basel. They date from the mid 1950s showing a family having worked their way up. The details in photorgraphs are interesting as we are allowed to follow the growing up of an unknown family's two daughters. The photographs are showing the girls at home - or somewhere outside, on holidays - first in Switzerland and later in Italy. We follow them throughout all seasons and watch them growing up from child to teenager. The athmosphere emanating from the images displays a harmonious and innocent life, founded on the economic well being that charaterized the time after the war. 

Installation view Hans in Luck

A sound track reciting a text is added to the images. The very portion from the play Zement of Heiner Müller starts with with the question "Shall I say it or do you say it?". The voice continues on the childhood memories how they used to play hide and seek, when they did not race fast enough and how the waited frozen for all others to be found. But sometimes someone was not to be found in hide-out and he might has starved as well there. The frozen ones stood then like grave stones.

The shift in the narration to the memories of the traumatic experiences from the war are well conserved below the innocent world of childhood and the shiny facades of economic success of the after war. But as any trauma they may expose themselves sudden and unexpected. 

Installation view Hans in Luck
Installation view Hans in Luck

Soll ich es sagen oder sagst es du.
Als Kinder haben wir Versteck gespielt.
Erinnerst du dich an unsere Spiele.
Alle verstecken sich, einer muss warten
Gesicht am Baum oder an einer Wand
Die Hand über den Augen, bis der letzte
Seinen Platz gefunden hat, und wer gesehn wird
Muss um die Wette laufen mit dem Sucher.
Wenn er zuerst am Baum steht, ist er frei
Wenn nicht muss er stehnbleiben auf der Stelle
Als ob der Handschlag an Baum oder Wand
Ihn an den Boden nagelt wie ein Grabstein.
Er darf sich nicht bewegen bis der letzte
Gefunden wird. Und manchmal wird der letzte
Weil er zu gut versteckt ist, nicht gefunden.
Dann warten alle, die versteinert dastehn
Jeder sein eigenes Denkmal, auf den letzten.
Und manchmal kommt es vor, dass einer stirbt
Und sein Versteck wird nicht gefunden, kein
Hunger treibt ihn heraus aus seinem Tod
Der ihn gefunden hat ausser der Reihe
Die Toten haben keinen Hunger mehr.
Dann fällt die Auferstehung aus. Der Sucher
Jeden Stein hat er umgedreht viermal
Jetzt kann er nur noch warten, das Gesicht
An seinem Baum oder an seiner Wand
Die Hand über den Augen, bis die Welt
An ihm vorbei ist. Merkst du ihren Gang.
Leg deine Hand über die Augen, Bruder.
Die andern, die der Sucher an den Boden
Genagelt hat mit seinem Handschlag an
Baum oder Wand, weil sie nicht schnell genug
Gelaufen sind aus ihrem Versteck, das nicht
Sicher genug war, und jetzt haben sie
Für ihre Augen keine Hand, weil sie
Sich nicht bewegen dürfen und die Augen
Schliessen dürfen sie auch nicht nach der Regel.
Wie Steine auf dem Friedhof warten sie
Mit offenen Augen auf den letzten Blick.

Heiner Müller - "Zement"